Für Erstkandidaten von erhöhter Bedeutung
Örtliche CSU will vordere Listenplätze nicht noch einmal Auswärtigen zur Verfügung stellen

SCHWÜRBITZ . Während der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes in der Gastwirtschaft ,,Fleischmann" waren die Kommunalwahlen vom 3. März nicht einmal das beherrschende Thema. Die den Schwürbitzer zustehenden vorderen Listenplätze sollen nicht noch einmal auswärtigen Kandidaten überlassen werden.

In seiner Rückschau erklärte 1. Vorsitzender Hans Fischer, bei den Kommunalwahlen habe sich die CSU erneut als die dominierende politische Kraft in Bayern erwiesen. Im Landkreis habe sie bedeutende Gewinne verbuchen können. Ebenso sei auf Gemeindeebene zugelegt worden.

Fischer bedauerte, dass trotz des intensiven Einsatzes des Ortsverbandes nur ein Schwürbitzer von der CSU in den Gemeinderat gelangt ist. Und das obwohl die Union in Schwürbitz 56,8 Prozent und die SPD lediglich 34,6 Prozent der Stimmen erreicht habe. Die Sozialdemokraten stellten trotzdem zwei beruhend auf Stimmenzu- und abwanderung von und nach anderen Ortsteilen.

Der vom erkrankten Schriftführer Martin Flieger verfasste Jahresbericht wurde vom Vorsitzenden Fischer bekannt gegeben. Danach wurden Wahlprospekte, Fahrpläne sowie ein Konzept für Rad- und Wanderwege erstellt und verteilt. Man hielt auch eine Plakataktion ab. Unter fachmännischer Führung startete der Ortsverband zu einer Flurbegehung, des Weiteren besichtigten die Mitglieder die Goebelwerke in Öslau.

Laut Schatzmeister Carlo Scheidt ist der Kassenbestand durch die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl erheblich geschrumpft. Die Euroumstellung und Anpassung der Beiträge, wie vom Landesverband gefordert, wurde beschlossen. Auf Antrag von 2. Vorsitzendem Georg Vogel entschied die Versammlung, künftig die dem Schwürbitzer Ortsverband zustehenden vorderen Listenplätzen 2 und 6 nicht ein weiteres Mal für auswärtige Kandidaten bereitzustellen. Er selbst habe nur schweren Herzens im allgemeinen Interesse dieser Regelung zugestimmt. Da alle fünf Bewerber aus Schwürbitz erstmals kandidierten, wäre die Platzierung an bestmöglicher Stelle von Bedeutung gewesen.

Schließlich gab Vorsitzender Fischer bekannt, dass Gerhard Pohl (Freie Wähler) für die nächste Bürgermeisterwahl nicht mehr zur Verfügung steht. Eine gewisse Enttäuschung konnte darüber nicht verhehlt werden; habe doch der Ortsverband bei der Bürgermeisterwahl im März im Hinblick auf die Zukunft entsprechende Finanzmittel eingesetzt. Es gelte nun, zielstrebig einen Kandidaten aufzubauen, so Fischer.

Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende namens des gesamten Ortsverbandes bei dem ausgeschiedenen Gemeinderat Georg Vogel für seinen jahrzehntelangen engagierten Einsatz und überreichte ein Präsent.

-vjr-

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