CSU Generalversammlung
Rückblick und Ehrungen
Themen der Bundespolitik
60-jähriges Jubiläum 2006 geplant


Ehrungen verdienter langjähriger Mitglieder sowie kritische Themen zur Bundespolitik standen neben dem Jahresrückblick im Vordergrund der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Schwürbitz am vergangenen Montag im Gasthof Betty Fleischmann.
Erster Vorsitzender Hans Fischer zeigte sich über die Aufnahme der Neumitglieder Uwe Ehrsam, Rolf Haasenstrauch und Reinhard Höppel erfreut.
Er überreichte ihnen zum Einstand ein Präsent.
Nachdem der CSU-Ortsverband im Jahre 2006 60 Jahre alt wird, ist eine Jubiläumsfeier in Form eines Festabends geplant.

In seinem Jahresrückblick zeigte Fischer die Aktivitäten des CSU-Ortsverbandes auf.
Besonders erfreulich verliefen für die CSU die Bezirkstags- und Landtagswahlen am 22. September 2003, wo MdL Christian Meißner mit überwiegender Mehrheit als Kandidat gewählt wurde.
Immerhin erreichte die CSU in Schwürbitz auf Landtagsebene 73 %.
Auf Bayerischer Ebene führten die Wahlergebnisse dazu, dass erstmals nach Kriegsende die CSU mit einer 2/3 Mehrheit regieren kann.
Sicherlich ist dies ein großer Erfolg und eine Bestätigung der bisherigen geleisteten Arbeit.
Dennoch sollten die Parlamentarier nicht überheblich werden und sich von der Basis abheben.
Hans Fischer zeigte sich überzeugt, dass man mit den beiden heimischen Parlamentariern (Meißner und Leutner) bodenständige und basisnahe Personen habe.
Ortsverbandsmäßig wurde etwas auf Sparflamme gekocht.
Neben den üblichen, teilweise wenig besuchten Monatsversammlungen, fanden zwei Mitgliederversammlungen, Wahl- und Infoveranstaltungen (mit MdB v. Guttenberg) statt.
Die Wahlveranstaltung mit von Guttenberg war sehr informativ.
Auf Grund der Terminenge des Bundestagsabgeordneten konnte dieser allerdings nicht länger in Schwürbitz bleiben, was teilweise im Vorfeld zur Verärgerung der Mitglieder führte, so Fischer.
Neben seinen Tätigkeiten im Bundes- und Europaparlament wurde schwerpunktmäßig über die bevorstehende EU-Osterweiterung gesprochen.

Kulturell sei ein Besuch der Sternwarte in Sonneberg geplant.

Der Vorsitzende führte weiter aus, dass Deutschlandweit die Politik und die bisherigen Ergebnisse der Rot-Grünen Regierung sehr fragwürdig und teilweise durch Versagen geprägt sind.
Die bisherige Politik führte unterm Strich zur Mehrbelastung für Staat und Gesellschaft.
Allein das Gesundheitswesen, mit den sprunghaften teilweise unüberlegten Konzepten führt in der Bevölkerung zu Missverständnissen und Verwirrungen.
Nachdem jeder die Problematik und die Auswirkungen der Agenda 2010
kennt, wollte Fischer das Thema nicht näher beleuchten.
Zum Thema EU-Osterweiterung gab Hans Fischer zu verstehen, dass dies sicherlich für ganz Europa einen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Nutzen bringt.
Dennoch darf man nicht vergessen, dass diese Erweiterung für die direkt angrenzenden Staaten eine große Gefahr sind.
Nach seiner Meinung birgt der Zusammenschluß momentan mehr Nachteile als Vorteile für Oberfranken.
Hauptsächlich durch die angrenzenden Niedriglohnländer, zum Beispiel Polen, werden die einzelnen Unternehmen sicherlich nachdenken, in die teilweise „Billiglohnländer“ mit hohen Subventionen zu übersiedeln.
Die Zukunft wird’s weisen, ob die EU-Osterweiterung für Bayern und nicht zuletzt Oberfranken ein Segen ist und so glücklich war.

Zweiter Vorsitzender Georg Vogel erklärte, die durch die EU-Erweiterung für Deutschland zumindest in einer längeren Übergangsphase eintretenden volkswirtschaftlichen Probleme würde man als stärkster EU-Partner einfach nur so wegstecken, würde Deutschland sich nicht in einer anhaltend wirtschaftlichen Talsohle befinden.
Dass die EU-Erweiterung nicht etappenweise erfolgt sei, sondern 10 Staaten auf einmal in die EU kämen, schade wohl nicht den Konzernen, die sich im Osten schon weitgehend etabliert hätten, treffe aber trotz Übergangsfristen Arbeitnehmer, Handwerk, Mittelstand und Landwirtschaft hart, was zusätzlich die Konsolidierung unsrer Volkswirtschaft erschwere.
Es sei auch nicht Realität, wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer in der Türkei so tun würden, als sei der EU-Beitritt der Türkei eine Selbstverständlichkeit.
Bei aller Sympathie gegenüber dem türkischen Staat sei nicht zu verkennen, dass es sich hier um einen anderen Kulturkreis handele, letztlich die Türkei auch nicht zu Europa gehöre.
Es gäbe kein „Kerneuropa“, so eine Erfindung von Joschka Fischer, sondern nur ein Europa, das auch noch regierbar sein müsse, so Georg Vogel.

Erster Vorsitzender Hans Fischer sah in dem nicht bereinigten Wirtschaftsgefälle der Beitrittsländer eine Gefahr für die Stabilität des Euro.

Einen umfassenden Tätigkeitsbericht gab Schriftführer Martin Flieger.
Er ließ die Geschehnisse sowie die vorjährige Generalversammlung Revue passieren.
Flieger hob die eingeführten und nun regelmäßigen stattfindenden Stammtischveranstaltungen hervor, die allerdings in Zukunft besser besucht werden sollten.

Anschließend trug Schatzmeister Carlo Scheidt einen übersichtlichen Finanzbericht vor.
Es wurde sparsam gewirtschaftet.
Natürlich fällt der Finanzrahmen bei der Schwürbitzer CSU bescheiden aus.
Der Mitgliederstand sei momentan bei 50 Personen.
Nachdem Horst Habermann im vergangenen Jahr neues Mitglied wurde, traten in diesem Jahr mit Rolf Haasenstrauch, Reinhard Höppel und Uwe Ehrsam drei weitere Personen dem CSU Ortsverband Schwürbitz bei.
Allerdings lag mit Hans Herbst eine Abmeldung vor, so Schatzmeister Carlo Scheidt.

Nach Meinung von Georg Vogel hat nicht nur die Schwürbitzer CSU, sondern auch Bayernweit die CSU bzw. Bundesweit die CDU, wenig Geld bzw. Vermögen, im Gegensatz zur SPD, die ein „Milliardenvermögen“ besitzt.
„Die wollten sogar die Frankfurter Rundschau für 30 Millionen Euro kaufen“, so Vogel.
Wir müssen halt in der CSU allgemein kleinere Brötchen backen.

Ehrenvorsitzender Matthias Motschenbacher bedauerte ebenso den bescheidenen Finanzrahmen der CSU, doch das kenne er seit über 50 Jahren nicht anders.
Ein Problem komme dann immer bei den Kommunalwahlen auf den kleinen Schwürbitzer CSU-Ortsverband zu, wenn höhere Abgaben an höherer Ebene gezahlt werden müssen.

Ehrungen langjähriger Mitglieder

Erster Vorsitzender Hans Fischer führt dann Vereinsehrungen durch.
Dabei handelt es sich um langjährige Mitglieder, die den CSU Ortsverband unterstützt hätten und nun diese außergewöhnlichen Ehrungen verdient hätten.
Fischer zeichnete folgende Mitglieder mit Ehrenurkunde und einen Präsent aus:


15 Jahre

Gerhard Fischer


40 Jahre und mehr

Elmar Dümlein, 40 Jahre Mitglied,
Alfons Dümlein, 48 Jahre Mitglied,
Herbert Dümlein, 48 Jahre Mitglied,
Albin Dümlein, 46 Jahre Mitglied,
Siegfried Schmidt, 44 Jahre Mitglied,
Alois Thiem, 46 Jahre Mitglied.

Namens der Geehrten dankte Gerhard Fischer für die Ehrungen im kleineren Kreis.
Es muss nicht immer auf Verbandsebene sein.
Sondern im Dorf, wo man die Probleme vor Ort hat und kennt und sich auch damit auseinandersetzt.
Überhaupt sei das Zusammenleben der dörflichen Gemeinschaft sehr wichtig.
Das Dorf bietet immer eine gute Basis und fördert die Entwicklung auch im CSU-Ortsverband.
Gerhard Fischer führte ferner aus, dass sich die CSU besonders das „C“ (Christlich) an die Fahne heften möge.
Gerade in der heutigen Zeit, wo christliche Elemente oft gar nicht mehr gefragt sind.
In der heutigen Gesellschaft zählt um so mehr der Mensch.
Wir sollten alle als Menschen besser miteinander umgehen und für jedem ein gutes Wort übrig haben, so Gerhard Fischer.

Erster Vorsitzender Hans Fischer erinnerte daran, dass die Schwürbitzer CSU im November 1946 gegründet worden sei.
Leider ist das Erste Protokollbuch nicht mehr auffindbar.
Diesbezüglich zeigte er sich dankbar, dass das einzige noch lebende Gründungsmitglied, Altbürgermeister Karl Götz zusammen mit Horst Habermann eine Art von Gründungsprotokoll anfertigen ließ.
Darin sind alle Gründungsmitglieder aufgeführt, die damals im November 1946 in der Villa Rauch (heutiges Anwesen der Familie Habich) den Schwürbitzer Ortsverband gründeten.
Diesbezüglich soll im Jahr 2006 ein 60-jähriges Jubiläum (Festabend im Pfarrzentrum) im kleineren Rahmen abgehalten werden.

Daniel Thiem, Erster Vorsitzender der Jungen Union Schwürbitz, gab bekannt, dass die JU am Freitag, den 14. Mai 2004 im Pfarrzentrum eine Generalversammlung abhält.
Zum Schluß der Versammlung wurde eine Familienwanderung vorgeschlagen, die bei gegebener Zeit durchgeführt werden soll.
hh

Zurück