Schwürbitz.          Zu einer äußerst interessanten Wahlveranstaltung konnte die CSU in der voll besetzten Gastwirtschaft Fleischmann „Bremser“ zahlreiche interessierte Bürger begrüßen. Der Schwürbitzer CSU-Vorsitzende Hans Fischer durfte neben den eigenen Kandidaten  auch Vertreter der JBU-, der JWU-Liste willkommen heißen. Ebenso fanden sich in Schwürbitz Kreistagskandidaten ein.

Der Vorsitzende Fischer legte Wert darauf, dass viele Bürger zur Kommunalwahl gehen. Er stellte heraus, dass man sich aufgrund der vielen Kandidaten und Listen – 7 Stück für die Gemeinderatswahl - bereits im Vorfeld sicher sein sollte, wen man wählt. Anhand zweier Muster zeigte Fischer die Größe der Stimmzettel auf. An Informationsmaterial mangele es nicht.

 

Anschließend führte Carlo Scheidt aus, wofür die CSU im Gemeindegebiet stehe. Dazu spannte er einen Bogen von der großen Politik in Berlin bis hin zur Kommunalpolitik vor Ort. Die Unterschiede zwischen den Parteien könne man herausstellen. Thema Kiesabbau: Gegen den Rohstoffabbau könne niemand einschreiten, allerdings sei es wichtig, bereits vor dem Abbau an die Zukunft zu denken und die Rekultivierung vertraglich zu vereinbaren. Der Rudufersee sei ein positives Beispiel, wenn schon ein Gewässer entstehen solle. Eine Kraterlandschaft, wie sie entlang des Mains vielerorts besteht, darf allerdings rund um Schwürbitz nicht entstehen. Deshalb wurde auf Betreiben der CSU ein Rekultivierungsplan umgesetzt, der nicht nur die geplante Dimension des Abbaus zurück fuhr, sondern auch gegen die Verbuschung der Landschaft zwischen Main und Bahnlinie und für die Wiederverfüllung der entstehenden Löcher stand. Beim Thema Schwimmbad hatte die CSU längere Öffnungszeiten gefordert und durchgesetzt. Der rege Zuspruch durch die Bevölkerung entlohne die Initiative. Das Thema Tourismus nahm einen breiten Rahmen ein. Der Rudufersee würde sich durch Einnahmen selbst „tragen“, so Scheidt. Weiters sei von der CSU angeregt worden, einen Wanderweg zwischen Michelau und Schwürbitz entlang des Mains  anzulegen und auszubauen mit Wehrausbau, Bootsanlegestellen, Gaststättenverzeichnissen und Landkartenständern, damit zukünftigen Touristen die Ortsteile näher gebracht werden. Letztlich habe  die Gemeinde Antrag auf Bezuschussung bei überregionalen Stellen (Leader +) durchgesetzt und die Zuschüsse werden fließen. Bei der Vereinsgemeinschaft Schwürbitz sei Carlo Scheidt auch auf offene Ohren gestoßen, die sich durchaus vorstellen kann, eine Patenschaft für den „oberfränkischen Jakobsweg“ von Küps über Marktzeuln durch Schwürbitz nach Trieb,  Deggendorf und Lichtenfels zu übernehmen. Auch andere Wanderwege, rund um Michelau, Neuensee sollten erschlossen werden.

Eine Anregung im Wahlkampf vor 6 Jahren war bereits, den Eingang des Korbmuseums attraktiver zu gestalten. Dies wurde nun vor kurzem beschlossen und wird umgesetzt.

Verwunderung kam auf, dass in einem vor kurzem erschienen Zeitungsbericht, der Straßenbau als „Mittelpunkt sozialdemokratischen Handelns“ bezeichnet wurde. Thema Familienpolitik: Man habe in der Gesamtgemeinde Michelau viele Ausbildungsbetriebe, unter anderem auch den größten „Ausbilder“ in Oberfranken. Deshalb ist eine Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben wichtig. Auch Hauptschüler müssten Chancen bekommen und gerne in die Schule kommen sowie anschließend einer Ausbildung nachgehen. Dazu müssten die Schulen auf dem neuesten Stand sein, ausreichend Personal zur Verfügung stehen und durch den neuen vernünftigen Schulsprengel langfristig die Erhaltung der Schulen gesichert sein. In Schwürbitz sollte durch die neue Gliederung der Erhalt der Schule bis 2016 gesichert sein. Ferner wurde der Schulhof der Schwürbitzer Schule neu und abwechslungsreich gestaltet. Der immer wieder von der SPD aufkeimenden Diskussion nach einer gebundenen Ganztagsschule – also einer Ganztagsschule mit Pflichtunterricht von morgens bis nachmittags – wurde nun begegnet dadurch, dass man in den Haushalten mit schulpflichtigen Kindern und Kindergartenkindern den Bedarf abfragte und damit ermitteln will, welche Eltern ihre Kinder gerne in die Obhut der Schule, auch nachmittags, geben würden. Die CSU setzt sich in Michelau für einen Hort und eine offene Ganztagsschule auf freiwilliger Basis mit Trägerschaft der Kirchen ein.

Ähnliches hat in Schwürbitz die Schulleitung in Zusammenarbeit mit der Kindergartenleitung durchgeführt. Demnach wird auch in Schwürbitz eine ganztägige Betreuung von Schulkindern bis 16.00 Uhr ermöglicht werden. Auf die durchgeführte Umfrage gab es eine positive Resonanz.  

Hans Fischer ergänzte die Ausführungen von Carlo Scheidt noch um das Engagement der CSU-Fraktion in Sachen Feuerwehrhaus Lettenreuth, Deichnachrüstung und Hochwasserfreilegung. Er dankte in diesem Zusammenhang der Freiwilligen Feuerwehr Schwürbitz für die bisher geleistete Arbeit bei Hochwasser am Mainufer in Schwürbitz.

Im Anschluß daran moderierten die beiden CSU-Sprecher die Vorstellung der einzelnen Kandidaten. Auch die Listenverbindung mit der JBU, in Stellvertretung Andreas Scheumann, wurde aufgezeigt. Scheumann stellte das Motto „Mehr Miteinander – mehr Erfolg“ und die Kandidaten der JBU-Liste vor.

Die „jungen Kandidaten“ der JWU (Junge Wähler Union) wurden danach von Thomas Höppel vorgestellt. Höppel führte aus, dass die JWU eine vollständige Liste mit 20 Personen aus dem gesamten Gemeindegebiet anbiete. Der Altersdurchschnitt liege bei 24 Jahren. In so mancher SPD-Liste seien keine ausreichende Anzahl von Wahlvorschlägen verfügbar. Das die JWU keine Listenverbindung mit der CSU eingegangen ist, erklärte er mit dem Versuch unabhängig zu sein und man sei sich sicher, auch ohne Verbindung zur „großen Schwester“ ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Spitzenkandidat auf der JWU-Liste ist der gebürtige Schwürbitzer und jetzt in Oberreuth wohnhafte Jochen Weber, Unternehmer in Schwürbitz

Wenzel Widenka und Thomas Höppel stellten die 20 Kandidaten der JWU-Liste vor. Erster Bürgermeister Helmut Fischer zollte den Bewerbern von der JWU „allen Respekt“. Er legte  dar, das es am 02.03. auf eine gute Mischung aus Jung und Alt ankomme. Die ungestüme Art der Jugend und die Erfahrung der Älteren müssen im Gemeinderat der Zukunft harmonieren. Der Bürgermeister rief zu einer hohen Wahlbeteiligung auf und legte auch Wert darauf, dass sich verhinderte oder ältere Personen der Briefwahl bedienen. Auch bei der Kreistagswahl komme es auf jede Stimme an und man solle sein Listenkreuz bei „der richtigen Partei“ nicht vergessen.

Fischer führte weiter aus, dass es in Schwürbitz im Jahr 2008 bautechnisch etwas ruhiger zugehen werde – dringende Reparaturen ausgenommen. In Michelau sind die Kräfte für Schule, Kirchplatz und Korbmuseum in diesem Jahr gebündelt.

In der anschließenden Diskussion brachten verschiedene Bürger ihren Ärger über die Ungleichbehandlung finanzieller Art durch die Gemeinde von Vereinen mit und ohne Vereinsheim dar. Vor allem die Bindung eines Zuschusses für die Jugend an das Vorhandensein eines eigenen Vereinshauses wurde nicht verstanden. Helmut Fischer gab zu verstehen, dass sich die Vereine, die im allgemeinen nicht arm seien, mit der Regelung abgefunden hätten und die wirklich belasteten Vereine mit hohen Ausgaben, unterstützt werden müssten. Er versprach bei „Bedürftigkeit“ einzelner Vereine mit guter Jugendarbeit steht ein „offenes Ohr“ zu haben.  Auch die Förderung schwacher Schüler durch Schulen und die Unterstützung dieser Schüler durch die Gemeinde bei der anschließenden Berufssuche wurde noch einmal diskutiert. Abschließend dankte Hans Fischer für den guten Besuch und verwies auf die noch ausstehenden Versammlungen, sowie einen Infostand in Schwürbitz am Samstag vor der Wahl. sm

 

 

Zurück